Projektwoche der Langener Erich-Kästner-Schule
Eine Gruppe von Schülern der Langener Erich-Kästner-Schule, Förderschule mit Schwerpunkt körper-liche und motorische Entwicklung, besuchte jetzt zur Vorbereitung ihrer Projektwoche im März den Wertstoffhof der Kommunalen-Betriebe Langen (KBL) an der Darmstädter Straße.
Bei dem Schul-Projekt werden sie sich mit dem Thema Inklusion im Alltag auf kreative Weise auseinander-setzen. Gemeinsam mit der bekannten „Lego-Oma“ Rita Ebel aus Hanau bauen sie eine Auffahr-Hilfe aus Lego-Steinen. Sie wird vor dem Eingangsbereich des Greem Handy Shops und der Buchhandlung Litera an der Bahnstraße installiert werden und symbolisch wie praktisch zeigen, dass Barrierefreiheit ideenreich und gemeinschaftlich gestaltet werden kann. Das Ganze knüpft an Langens Rolle als Modellstadt für eine inklusive Innenstadt an und möchte auf spielerische Weise Bewusstsein für Teilhabe schaffen.
Unter der Leitung von Schulsozialarbeiterin Friederike Wankelmuth sollen die Schüler erleben, wie aus kleinen Steinen Großes entstehen kann. Für die Umsetzung der Idee werden noch dringend Spenden in Form von Lego-Steinen benötigt. Besonders willkommen sind sowohl einzelne Steine als auch große Lego-Platten und Lego- Duplo-Steine, die beim Wertstoffhof Langen, in der Erich-Kästner-Schule in der Zimmerstraße 70, im Greem Handy Shop oder in der Buchhandlung Litera an der Bahnstraße zu Händen der Schulsozialarbeit abgegeben werden können.

Hoffen auf viele gespendete Lego-Steine für die Auffahr-Hilfe: (hintere Reihe von links) Kerstin Tabassum, Praktikantin Schulsozialarbeit, Jens Römischer-Denker, Prokurist der ALEG, und Schulsozialarbeiterin Friederike Wankelmuth auf dem Wertstoffhof der KBL.
Foto: Stupp/Stadt Langen
Rita Ebel hat sich seit vielen Jahren einem Herzensprojekt verschrieben, von dem mittlerweile zahlreiche Menschen profitieren: Sie baut Auffahr-Hilfen aus alten Lego-Bausteinen, die einen barrierefreien Zugang zu Geschäften ermöglichen. Diese helfen nicht nur Menschen im Rollstuhl, sondern auch welchen mit Gehhilfen, Rollatoren oder Kinderwagen. Unterstützung bekam sie dabei bereits in der Vergangenheit von der KBL und dem Abfallservice Langen Egelsbach (ALEG).
Im vergangenem Jahr hat die Stadt Langen eine Zielvereinbarung zur Gründung der Modellregion Inklusion unterzeichnet. Konkret geht es um die modellhafte Erprobung von Maßnahmen zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. In enger Zusammenarbeit mit dem Sozialverband VdK, Ortsverband Langen, soll ein Netzwerk entstehen, dass sich für eine inklusive Gesellschaft engagiert und den Fokus auf Barrierefreiheit in der Innenstadt sowie Teilhabe in Kultur und Freizeit setzt.