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Auf Eis und Schnee gut vorbereitet

Dank KBL-Winterdienst keine Rutschpartien in Langen

Der Winter steht vor der Tür und damit müssen die Langener Bürgerinnen und Bürger auch wieder mit Frost und Schneefall rechnen. Die Stadt ist dank ihrer Kommunalen Betriebe (KBL) wie jedes Jahr sehr gut auf Schnee und Eis vorbereitet. „Unser Streusalzlager ist voll, die Räumfahrzeuge sind betriebsbereit“, berichtet Peter Müller, der Leiter des KBL-Winterdienstes. Er verfügt über ein eingespieltes Team mit 22 Mann, das bei Bedarf Sonderschichten schiebt und auch mitten in der Nacht ausrückt.

Tagsüber kann die Winterdiensttruppe um weitere Beschäftigte aufgestockt werden. Da das Personalkontingent aber begrenzt ist, holen die Kommunalen Betriebe wieder einen privaten Dienstleister mit ins Boot. Er kümmert sich ums Wirtschaftszentrum Neurott. Für die Nordumgehung (B 486) ist der  Winterdienst von Hessen Mobil zuständig.

Zum Streuen und Räumen im Stadtgebiet sind vier Großfahrzeuge jederzeit startklar. Traktoren übernehmen Radwege. Fußgängerüberwege, Bushaltestellen und die Bahnunterführungen müssen in Handarbeit gestreut werden. Priorität haben die Strecken, auf denen der meiste Verkehr im Stadtgebiet rollt: Südliche Ringstraße und Mörfelder Landstraße mitsamt der dazwischenliegenden Brücke über die Bahnlinie, aber auch Bahnstraße, Frankfurter Straße, Fahrgasse und  Darmstädter Straße werden vorrangig gesäubert. Gleich danach sorgt der Winterdienst für rutschfreie Fahrbahnen auf dem Steinberg und ist rund ums Rathaus und auf den Busschleifen tätig. Nebenstraßen werden aufgrund des hohen Zeit- und Kostenaufwands nur nachrangig bei extremer Glätte gereinigt. „Trotzdem leisten wir häufig mehr als das gesetzlich vorgeschriebene Maß“, betont KBL-Betriebsleiter Manfred Pusdrowski.

Der Winter in Langen kann jetzt kommen: Der KBL-Winterdienst ist darauf gut vorbereitet.
Foto: Stupp/Stadt Langen

Mit dem Winterdienst erfüllen die KBL im Auftrag der Stadt die gesetzlich vorgeschriebene Reinigungs- und Verkehrssicherungspflicht. Sie gilt jedoch nur auf  wichtigen und gefährlichen Straßen wie zum Beispiel Steigungs- und Gefällstrecken. Fußgängerwege müssen durch die jeweiligen Anlieger durchgängig von 7 bis  20 Uhr schnee- und eisfrei gehalten werden. Dazu können sie sich auf dem Wertstoffhof an der Darmstädter Straße kostenlos abstumpfende Mittel wie Sand und Splitt besorgen. Auch die an mehreren Stellen im Stadtgebiet aufgestellten Splittkästen können in Anspruch genommen werden. Streusalz ist gemäß der Langener Straßenreinigungssatzung für den Privatgebrauch nicht zulässig.

Eingesetzt werden darf es allerdings auf Straßen, öffentlichen Plätzen, an Bushaltestellen, auf Fußgängerüberwegen und vor Gebäuden wie Krankenhäusern,  Kindergärten oder Schulen. Dabei setzen die Kommunalen Betriebe auf sogenanntes Feuchtsalz, das die Umwelt so wenig wie möglich belastet, dabei wirtschaftlich und sehr effektiv ist. Bei dem Verfahren befeuchtet das Räumfahrzeug herkömmliches Streusalz direkt vor dem Auswerfen mit einer Natriumchlorid-Lösung. Diese verhindert, dass trockenes Salz durch Windböen oder fahrende Autos in den Straßengraben geweht wird. Das senkt den  Verbrauch deutlich und schont die Vegetation der Seitenstreifen. „Und natürlich achten unsere Winterdienst-Mitarbeiter darauf, so wenig Salz wie nötig zu verwenden“, erklärt Manfred Pusdrowski. Feuchtsalz taut bis minus acht Grad Eis und Schnee problemlos auf. Wenn es noch kälter wird, ist Splitt die einzige Möglichkeit, Verkehrsteilnehmer vor dem Rutschen zu bewahren.

Unabhängig vom Einsatz des Winterdienstes gilt: Eine den Verhältnissen angepasste Fahrweise oder gutes Schuhwerk minimieren das Unfallrisiko. Und  manchmal ist es besser, zu Hause zu bleiben, bis sich die Wetterlage gebessert hat.

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